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Verfügbarkeit
Im Service- und Supportbereich hat ein Umdenken stattgefunden. Stiessen früher IT-Verantwortliche mit ihren Überlegungen bzw. Wünschen zur Absicherung von Hard- und Software oftmals intern auf taube Ohren bzw. Unverständnis, macht sich heute nahezu jedes Unternehmen Gedanken darüber, wie die IT-Systeme in Betrieb gehalten werden können. Gerade die geschäftskritischen Applikationen und E-Commerce-Projekte erfordern einen nahezu störungsfreien Betrieb. Aus diesem Grunde erwarten häufig die Fachbereiche einer Organisation eine Verfügbarkeit der Applikationen auf dem Level von >99 Prozent von den internen EDV-Bereichen.
Was bedeutet dies und wie lässt sich eine solche Hochverfügbarkeit realisieren? Arten von VerfügbarkeitGrundsätzlich unterscheidet man zwischen einer geplanten und einer ungeplanten Stillstandzeit (Nichtverfügbarkeit) der Hardware, des Gesamtsystems bzw. der Gesamtkonfiguration: Geplante Stillstandzeiten sind Zeiten, in denen die Hardware oder das System in Absprache mit dem Kunden nicht zur Verfügung steht, um Wartungsarbeiten durchzuführen.
Ungeplante Stillstandzeiten sind Nichtverfügbarkeiten der Systeme, die in der Regel von folgenden Parameter beeinflusst werden:
- Wiederherstellzeit - d.h. die benötigte Zeit, um eine ausgefallene Ebene wiederherzustellen
- Häufigkeit von Ausfällen (Anzahl der Ausfälle in einem bestimmten Zeitraum) Ausfallzeiten vermeidenEs gibt verschiedene Methoden bzw. Ansätze, wie sich Ausfälle vermeiden bzw. reduzieren lassen. Reaktiver Ansatz: Beim reaktiven Ansatz werden Ausfälle dann beseitigt, wenn sie auftreten. Dies kann bedeuten, dass mit einem erheblichen Aufwand versucht wird, die Ausfallzeit der Systeme unter einen vereinbarten Wert zu bringen. Beim reaktiven Ansatz muss der Ausfall zunächst analysiert, die Ursachen ermittelt und dann geignete Massnahmen zur Problemlösung getroffen werden. Während dieser Zeit steht die Systemebene nicht zur Verfügung.
Proaktiver Ansatz: Potentielle Probleme werden bereits im Vorfeld erkannt und beseitigt. Der zeitliche Aufwand bei einem tatsächlichen Ausfall lässt sich deutlich reduzieren. Es findet eine Verschiebung des Aufwands von der Problembeseitigung hin zur vorbeugenden Planung und Überwachung statt.
Redundanz: Mit einer Redundanz wird der Ausfall aus Sicht des Anwenders relativ schnell beseitigt, bzw. tritt gar nicht erst in Erscheinung, da in der Regel die redundante Komponente (z.B. das zweite System) eingesetzt wird. Die Redundanz löst jedoch nicht das Problem der ausgefallenen Komponenten, d.h. es müssen zusätzliche, reaktive Massnahmen zur Ursachenermittlung und Problembeseitigung stattfinden. Die Redundanz mindert jedoch den zeitlichen Druck, da die Anwender während dieser Zeit weiterarbeiten können.
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